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Miles Mysteries

Miles Mysteries ist angeregt von Goyas späten Radierungen. Entstanden gegen Ende seines Lebens, kann man sich auch nach über 200 Jahren ihrer ins Bewusstsein drängenden Wirkung nicht entziehen.
Goya will Formen und Gebärden vorführen, die bisher nur im menschlichen Geiste existierten und zwar in einem Geiste, der verdunkelt und verwirrt ist aus Mangel an Aufklärung oder überhitzt ist durch die Zügellosigkeit der Leidenschaften. Seine „Schwarzen Bilder“ sind zeitlos und allgegenwärtig, weil wir uns selbst in einem Spiegel wieder finden.

Ihm folgend, ist unser Stück keine choreographische Inszenierung seiner Bilder, sondern eine Begegnung auf den Spuren der conditio humana, deren Ergründung in unserer Arbeit zunehmend eine Rolle spielt. In „miles mysteries – die schreienden Bilder“ stauen sich zurückgehaltene Wut, Enttäuschung, Hoffnungslosigkeit, Ängste, Melancholie und Träume auf und entladen sich in einem Schrei. Wenn Normalität und Irrsinn sich verkehren, steigt Ungeheuerliches hoch.

„miles mysteries“ ereignet sich in einem Niemandsland, geheimnisvoll und dennoch nicht weniger real, bevölkert von Figuren an der Schwelle zwischen Norm und Wahn, Licht und Schatten, Erscheinung und Verschwinden – eine Vision des Bizarren.

Konzept & Choreographie Toula Limnaios
Musik Ralf R. Ollertz

Kreation/Tanz

Giacomo Corvaia
Marika Gangemi
Elia Lopez
Samuel Minguillon
Hironori Sugata
Karolina Wyrwal
Inhee Yu

Lichtdesign Felix Grimm
Raum &  Kostüme Antonia Limnaios
Toula Limnaios
   
Fotos Felix Grimm
Produktion Cie. Toula Limnaios
Premiere 1. August 2014